Konvektorheizung vs. Infrarotheizung: Der ehrliche Vergleich für kleine Räume

Konvektorheizungen gehören zu den beliebtesten Heizungsarten auf dem Markt und sind bereits für etwas mehr als 60 € erhältlich. Als sogenannte Direktheizungen erwärmen sie unmittelbar die Luft im Raum. Besonders beeindruckend ist ihre schnelle Reaktionszeit – ein entscheidender Vorteil, wenn wir schnell eine angenehme Raumtemperatur erreichen möchten.

Was ist eine Konvektorheizung genau? Diese kompakten Geräte heizen schnell und bequem auf Knopfdruck. Sie eignen sich vor allem für Räume, die wir selten nutzen oder in denen eine Heizung fehlt. Ausserdem unterstützt die dezentrale Erwärmung den effizienten Betrieb, da keine Leitungsverluste entstehen. Doch wie schneiden sie im Vergleich zu Infrarotheizungen ab? Bei der Frage “Konvektorheizung oder Infrarotheizung” gibt es einige wichtige Aspekte zu beachten. Hersteller wie Stiebel Eltron bieten qualitativ hochwertige Lösungen an, jedoch ist die Wahl zwischen beiden Systemen nicht immer einfach.

In diesem ehrlichen Vergleich untersuchen wir beide Heizsysteme speziell für kleine Räume. Wir betrachten dabei nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch den Stromverbrauch, die Effizienz und den täglichen Komfort. So finden wir gemeinsam heraus, welches System für Ihre Bedürfnisse am besten geeignet ist.

Was ist der Unterschied zwischen Konvektor- und Infrarotheizung?

Die Frage, ob eine Konvektorheizung oder Infrarotheizung die bessere Wahl ist, lässt sich nur beantworten, wenn wir die fundamentalen Unterschiede beider Systeme verstehen. Während beide Heizungsarten mit Strom betrieben werden, funktionieren sie nach völlig unterschiedlichen Prinzipien.

Heizprinzipien im Vergleich

Bei der Konvektorheizung handelt es sich um eine Direktheizung, die nach einem einfachen physikalischen Prinzip arbeitet. Diese Heizgeräte saugen kalte Luft von unten an, erwärmen sie mittels Heizdrähten oder mit Wasser gefüllten Lamellen und geben die erwärmte Luft nach oben wieder ab. Dieses Prinzip führt zu einer natürlichen Luftzirkulation im Raum – ein Kreislauf, der für eine kontinuierliche Erwärmung der Raumluft sorgt.

Im Gegensatz dazu nutzt die Infrarotheizung ein völlig anderes Wärmeprinzip. Ähnlich wie die Sonnenstrahlen erzeugt sie Infrarotstrahlen, die nicht primär die Luft, sondern direkt Menschen, Möbel und Wände erwärmen. Dabei geben die Infrarotstrahlen etwa 90% ihrer Energie als Strahlungswärme ab, während nur etwa 10% in Konvektion (Lufterwärmung) umgewandelt werden. Die erhitzten Gegenstände speichern diese Wärme und geben sie kontinuierlich an den Raum weiter.

Wärmeverteilung: Luft vs. Fläche

Der zentrale Unterschied zwischen beiden Systemen liegt in der Art der Wärmeverteilung. Die Konvektorheizung erwärmt zunächst die Luft, die dann im Raum zirkuliert. Dies hat mehrere Konsequenzen:

  • Schnelles Aufheizen des Raumes durch Luftumwälzung
  • Kontinuierliche Luftzirkulation, die allerdings Staub aufwirbeln kann
  • Die Raumluft kühlt nach Abschalten der Heizung relativ schnell wieder ab

Die Infrarotheizung hingegen verteilt Wärme auf eine grundlegend andere Weise:

  • Direkte Erwärmung von Objekten und Körpern, nicht primär der Luft
  • Keine Luftzirkulation, weshalb keine Staubpartikel aufgewirbelt werden
  • Angenehmes, gleichmässigeres Raumklima ohne Austrocknung der Luft

Interessanterweise kann bei gleicher empfundener Wärme die tatsächliche Lufttemperatur bei einer Infrarotheizung um 2-3 Grad niedriger sein als bei einer Konvektorheizung. Während für das Gefühl von 21 Grad Raumtemperatur bei einer Konvektionsheizung auch 21 Grad erreicht sein müssen, sind bei der Strahlungsheizung nur etwa 18 Grad nötig.

Typische Einsatzbereiche beider Systeme

Konvektorheizungen zeigen ihre Stärken in bestimmten Situationen:

  • In Räumen, die nur selten genutzt werden
  • Wenn eine schnelle, kurzfristige Erwärmung benötigt wird
  • Zur Beseitigung von Zugluft im Fussbodenbereich, besonders in modernen Neubauten mit grossen, tiefliegenden Fenstern
  • In Räumen ohne vorinstallierte Heizkörper

Infrarotheizungen hingegen eignen sich besonders für:

  • Personen mit Allergien, da keine Staubpartikel aufgewirbelt werden
  • Die gezielte Erwärmung von Zonen in grösseren Räumen
  • Feuchträume, da sie zur Trocknung von Wänden beitragen und Schimmelbildung vorbeugen können
  • Langfristige Beheizung von gut gedämmten Räumen
  • Wintergärten, Restaurants oder sporadisch genutzte Räume

Stiebel Eltron bietet für beide Heiztechnologien hochwertige Lösungen an, die je nach individuellen Anforderungen ausgewählt werden können. Allerdings ist zu beachten, dass Infrarotheizungen für eine optimale Wirkung eine ausreichend grosse Heizfläche benötigen, um den gesamten Raum gleichmässig zu erwärmen.

Stromverbrauch und Effizienz im Alltag

Beim Vergleich zwischen Konvektorheizung und Infrarotheizung spielt der Stromverbrauch eine entscheidende Rolle. Dieser Faktor beeinflusst massgeblich die laufenden Kosten und die Wirtschaftlichkeit beider Systeme im Alltag.

Konvektorheizung Stromverbrauch: Was ist zu beachten?

Konvektorheizungen wandeln Strom direkt in Wärme um – allerdings nur solange sie eingeschaltet sind. Sobald das Gerät ausgeschaltet wird, kühlt der Raum relativ schnell wieder ab. Dies führt zu einem charakteristischen Verbrauchsmuster:

Eine Konvektorheizung mit 2000 Watt verbraucht exakt 2 kWh pro Betriebsstunde, was bei einem Strompreis von 39,6 Cent/kWh Betriebskosten von etwa 0,79 Euro pro Stunde verursacht. Bei einem typischen 8-Stunden-Arbeitstag im Homeoffice würde ein 1500-Watt-Modell täglich etwa 12 Kilowattstunden verbrauchen – das entspricht rund 4,75 Euro an täglichen Heizkosten.

Entscheidend für den tatsächlichen Verbrauch ist jedoch nicht nur die Leistung, sondern auch die intelligente Steuerung. Moderne Konvektorheizungen von Stiebel Eltron verfügen über:

  • Elektronische Regelung mit Energiesparfunktionen
  • Automatische Fenstererkennung
  • Wochentimer mit programmierbaren Komfort- und Absenktemperaturen
  • Adaptive Selbstlernfunktion

Diese Funktionen können den Verbrauch erheblich reduzieren, da die Heizung nicht dauerhaft auf voller Leistung läuft. Für gut gedämmte Gebäude reichen bereits 50-70 Watt pro Quadratmeter, während Altbauten 100-150 Watt benötigen. Zum Shop geht´s hier entlang: https://www.stiebel-eltron.ch/de/home/produkte-loesungen/raumheizung/elektrische_heizgeraete/konvektoren.html

Infrarotheizung: Energiebedarf und Laufzeit

Infrarotheizungen arbeiten nach einem grundlegend anderen Prinzip, was sich auch im Energiebedarf widerspiegelt. Da sie nicht primär die Luft, sondern Objekte und Personen erwärmen, kann die Raumtemperatur oft 1-2 °C niedriger eingestellt werden, ohne dass der Komfort leidet.

Eine Infrarotheizung mit 700 Watt verbraucht 0,7 kWh pro Stunde, was bei einem Strompreis von 38 Cent/kWh etwa 26 Cent Betriebskosten pro Stunde entspricht. Im Vergleich dazu kostet der Betrieb einer 1000-Watt-Infrarotheizung etwa 38 Cent pro Stunde.

Besonders wichtig ist jedoch: Infrarotheizungen laufen typischerweise nicht kontinuierlich. Bei guter Isolierung heizen sie meist nur in Intervallen von 10 bis 30 Minuten pro Stunde – ein Faktor, der als Heizrate bezeichnet wird. Ein Beispiel macht die Auswirkungen deutlich:

Bei täglicher Nutzung von 5 Stunden über 180 Heiztage verbraucht ein 700-Watt-Infrarotpaneel etwa 630 kWh, was bei 32 Cent/kWh jährliche Kosten von rund 202 Euro verursacht. Diese Werte variieren jedoch stark je nach Dämmstandard und Nutzungsverhalten.

Was bedeutet das für kleine Räume?

In kleinen Räumen zeigen sich die Unterschiede zwischen den Systemen besonders deutlich:

Für Räume bis 20 m² eignet sich eine Infrarotheizung mit 800 Watt, was einem Leistungsbedarf von etwa 40 Watt pro Quadratmeter entspricht. Hingegen benötigt ein Konvektor für denselben Raum bei schlechter Dämmung rund 60 Watt pro Quadratmeter.

Der tatsächliche Energiebedarf wird dabei massgeblich vom Dämmstandard beeinflusst:

  • Passiv- oder Niedrigenergiehaus: 25 Watt/m³
  • Neubau (Gasbeton, Ziegel, Massivholz): 30 Watt/m³
  • Altbau: mindestens 35 Watt/m³

Besonders bei kurzzeitigem Heizen wie im Badezimmer oder sporadisch genutzten Arbeitszimmern können Konvektoren durch ihre schnelle Aufheizzeit punkten. Für längere Heizphasen in kleinen, gut gedämmten Räumen bieten jedoch Infrarotheizungen Vorteile, da sie nach dem Ausschalten noch Wärme abgeben und keinen Staub aufwirbeln.

Entscheidend für die Effizienz beider Systeme in kleinen Räumen ist letztendlich die richtige Dimensionierung und Steuerung. Während Konvektoren effizient für kurze Einsätze sind, aber bei dauerhaftem Betrieb hohe Stromkosten verursachen, können Infrarotheizungen durch die Speicherwirkung in Wänden und Möbeln mit insgesamt geringerem Energiebedarf auskommen.

Vor- und Nachteile im direkten Vergleich

Ein direkter Blick auf die Stärken und Schwächen beider Heizsysteme hilft bei der Entscheidungsfindung. Während die bisherigen Abschnitte die Funktionsweisen und den Energieverbrauch beleuchteten, betrachten wir nun die spezifischen Vor- und Nachteile im Detail.

Vorteile der Konvektorheizung

Die Konvektorheizung überzeugt vor allem durch ihre Flexibilität und schnelle Einsatzbereitschaft. Als kompakte, steckerfertige Geräte benötigen sie wenig Platz und sind sofort betriebsbereit. Besonders bemerkenswert ist ihre Fähigkeit, Räume in kürzester Zeit aufzuheizen – ein entscheidender Vorteil bei nur sporadisch genutzten Zimmern.

Darüber hinaus punkten Konvektorheizungen durch ihren geringen Montage- und Wartungsaufwand. Für die Installation wird lediglich ein Stromanschluss benötigt, was sie zu einer unkomplizierten Lösung macht. Mobile Modelle bieten zudem die Flexibilität, Wärme genau dorthin zu bringen, wo sie momentan gebraucht wird.

Moderne Konvektorheizungen von Stiebel Eltron sind keineswegs die Stromfresser, als die ältere Modelle manchmal verschrien waren. Ausgestattet mit elektronischer Regelung und Energiesparfunktionen bieten sie eine energieeffiziente Lösung für das punktuelle Heizen.

Nachteile der Konvektorheizung

Allerdings weist die Konvektorheizung auch einige Schwachstellen auf. Der hohe Stromverbrauch bei voller Leistung kann zu erheblichen Betriebskosten führen, besonders wenn das Gerät über längere Zeiträume genutzt wird. Dies macht sie für die dauerhafte Beheizung grösserer Räume wirtschaftlich weniger attraktlich.

Ein weiterer Nachteil ist die durch Konvektion entstehende Luftzirkulation. Diese kann Staub aufwirbeln, was besonders für Allergiker problematisch sein kann. Ausserdem trocknet die Konvektionswärme die Raumluft schnell aus, was das Raumklima beeinträchtigen kann.

Bei Modellen mit eingebautem Ventilator kommt hinzu, dass das Betriebsgeräusch als störend empfunden werden kann – ein Aspekt, der besonders in Schlafzimmern oder Arbeitsbereichen Beachtung finden sollte.

Vorteile der Infrarotheizung

Die Infrarotheizung hingegen besticht durch ihre angenehme, gleichmässige Strahlungswärme. Diese wird oft als besonders wohltuend empfunden, da sie dem natürlichen Wärmeempfinden ähnelt. Aufgrund der direkten Wärmestrahlung auf Objekte entsteht keine Zugluft und es werden keine Staubpartikel aufgewirbelt – ein bedeutender Vorteil für Allergiker.

Zu den weiteren Stärken zählen:

  • Geringer Installations- und Wartungsaufwand durch fehlende bewegliche Teile
  • Platzsparende, flache Bauweise mit stilvollem Design
  • Energieeffizienz durch gezielte Wärmeabgabe, ideal für temporär genutzte Räume
  • Mögliche Vorbeugung gegen Schimmelbildung

Besonders hervorzuheben ist zudem das gesunde Raumklima, das durch Infrarotheizungen entsteht. Die gleichmässige Wärmeverteilung ohne Luftbewegung wird von vielen als angenehmer empfunden als die konventionelle Lufterwärmung.

Nachteile der Infrarotheizung

Hingegen zeigt die Infrarotheizung Einschränkungen hinsichtlich ihrer Effizienz in bestimmten Raumsituationen. In verwinkelten Bereichen ist sie weniger effektiv und eignet sich dort eher als Zusatzheizung. Die Raumstruktur spielt somit eine entscheidende Rolle für die Wirksamkeit.

Ein weiterer kritischer Punkt sind die Stromkosten als wesentlicher Kostenfaktor. Bei teuren Stromtarifen und schlechter Gebäudedämmung können die Betriebskosten erheblich ansteigen. Infrarotheizungen entfalten ihr volles Potenzial daher vornehmlich in gut isolierten Räumen.

Ausserdem weisen Infrarotheizungen eine begrenzte Heizleistung in sehr kaltem Klima auf. Sie sind nicht optimal für sehr kalte oder schlecht isolierte Räume geeignet und funktionieren dort besser als Ergänzung zu anderen Heizsystemen. Für die Warmwasserbereitung ist zudem ein zusätzliches System erforderlich. Mehr unter : https://www.adac.de/rund-ums-haus/energie/versorgung/infrarotheizung/

Welche Heizung passt besser zu kleinen Räumen?

Kleine Räume stellen besondere Anforderungen an Heizsysteme, bei denen sowohl Effizienz als auch Komfort entscheidend sind. Bei der Wahl zwischen Konvektorheizung und Infrarotheizung lohnt sich ein genauer Blick auf die spezifischen Eigenheiten beider Systeme.

Raumgrösse und Heizleistung

Bei der Dimensionierung einer Heizung für kleine Räume ist die richtige Leistungswahl entscheidend. Eine Infrarotheizung benötigt für einen 10m² Raum typischerweise zwischen 500-700 Watt Leistung. Im Badezimmer derselben Grösse steigt der Bedarf aufgrund des höheren Wärmeanspruchs auf 800-1000 Watt. Der Energiebedarf richtet sich dabei nach dem Dämmstandard:

  • Gut isolierter Neubau: 50-60 Watt/m² oder 20-25 Watt/m³
  • Mittelmässig isolierte Räume: 25-30 Watt/m³
  • Sanierter Altbau: 60-100 Watt/m² oder 30-35 Watt/m³
  • Unsanierter Altbau: ab 40 Watt/m³

Bei Konvektorheizungen hingegen empfiehlt sich für kleine Räume mit gutem Energieeffizienzstandard eine Leistung von 1000 bis 1500 Watt. Besonders beachtlich: Infrarotheizungen eignen sich vor allem für kleine Räume und Zimmer, die nicht ständig genutzt werden.

Luftzirkulation vs. Strahlungswärme

Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen beiden Systemen betrifft die Wärmeverteilung. Die Konvektorheizung erzeugt eine kontinuierliche Luftzirkulation im Raum. Hierbei wird die kalte Luft am Boden angesaugt, erwärmt und steigt dann zur Decke auf. Allerdings bewirkt diese Zirkulation auch eine Staubaufwirbelung.

Hingegen arbeitet die Infrarotheizung mit Strahlungswärme, die kaum Luftbewegung verursacht. Tatsächlich ist die Luftzirkulation minimal, wodurch nahezu keine Staubaufwirbelung entsteht. Dies macht Infrarotheizungen besonders vorteilhaft für Allergiker und Asthmatiker. Zusätzlich dringt die Wärme tiefer in die Gebäudesubstanz ein, wodurch sich Wände und Böden besser erwärmen als bei konventionellen Heizsystemen.

Feuchträume und Badezimmer: Was ist erlaubt?

In Feuchträumen wie Badezimmern gelten besondere Anforderungen. Konvektorheizungen müssen für die Nutzung im Bad spritzwassergeschützt sein, erkennbar an der Kennzeichnung IPx4 oder höher. Generell ist dabei auf qualitativ hochwertige Produkte zu achten, idealerweise mit einem GS-Zeichen, das die Sicherheit bestätigt.

Interessanterweise funktionieren Infrarotheizungen in Badezimmern ausgezeichnet, da hier der Wärmebedarf etwa 10% höher liegt als in anderen Wohnräumen. Besonders vorteilhaft ist die Deckenmontage, die den oft begrenzten Platz im Bad optimal nutzt. Darüber hinaus wird die Infrarotwärme im Badezimmer als besonders angenehm empfunden.

Bemerkenswert ist ausserdem, dass Infrarotheizungen im ungedämmten Altbau überraschend gut funktionieren, da die Wände die Wärmestrahlung hervorragend reflektieren. Dies macht sie zu einer durchaus attraktiven Option für ältere Gebäude mit kleinen Räumen.

Die Produkte von Stiebel Eltron bieten für beide Heizungsarten hochwertige Lösungen an, die speziell auf die Anforderungen kleiner Räume und Bäder abgestimmt sind.

Bedienung, Installation und Komfort im Alltag

Die Alltagstauglichkeit spielt neben der Heiztechnik eine entscheidende Rolle bei der Kaufentscheidung zwischen Konvektorheizung oder Infrarotheizung. Besonders für kleine Räume sind Bedienkomfort und Platzbedarf wichtige Faktoren.

Einfache Bedienung bei Konvektorheizungen

Konvektorheizungen überzeugen durch ihre unkomplizierte Handhabung. Viele Modelle verfügen über digitale Thermostate, die eine präzise Temperaturregelung – teilweise sogar auf 0,1 °C genau – ermöglichen. Dabei lassen sich verschiedene Leistungsstufen einstellen, wodurch der Stromverbrauch optimal an den tatsächlichen Wärmebedarf angepasst werden kann. Die Bornholm-Modelle bieten beispielsweise zwei Heizstufen mit 500 oder 1000 Watt.

Montage und Platzbedarf im Vergleich

Hinsichtlich der Installation haben Konvektorheizungen einen klaren Vorteil. Aufgrund ihres geringen Gewichts sind sie leicht an der Wand zu montieren – oder als Standgerät direkt einsetzbar. Infrarotheizungen hingegen sind zwar etwas schwerer, benötigen allerdings mit wenigen Zentimetern Tiefe deutlich weniger Platz. Besonders bemerkenswert: Sie lassen sich flach an Wände oder Decken montieren und sind mit ihrer schlanken Bauweise ideal für kleine Räume.

Smart-Home-Funktionen und Timer

Moderne Heizgeräte von Stiebel Eltron bieten zahlreiche Komfortfunktionen. Bei Konvektorheizungen ermöglicht die elektronische Steuerung häufig Wochentimer für die einfache Programmierung der Heizzeiten. Besonders praktisch: Einige Modelle verfügen über eine intelligente Fenstererkennung zur automatischen Abschaltung bei Lüftung. Infrarotheizungen lassen sich ebenfalls durch Thermostate steuern oder über Zeitschaltuhren mit Heizintervallen versehen.

Fazit: Konvektorheizung oder Infrarotheizung für kleine Räume?

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass sowohl Konvektorheizungen als auch Infrarotheizungen ihre Berechtigung für kleine Räume haben. Allerdings zeigen sich je nach individueller Wohnsituation deutliche Unterschiede in der Effizienz. Besonders beeindruckend finde ich, dass Konvektorheizungen durch ihre schnelle Reaktionszeit punkten und sich dadurch hervorragend für sporadisch genutzte Räume eignen. Infrarotheizungen überzeugen hingegen durch ihre angenehme Strahlungswärme und das staubfreie Heizprinzip.

Bei der Entscheidungsfindung sollten Sie unbedingt den Dämmstandard Ihres Gebäudes berücksichtigen. Tatsächlich arbeiten Infrarotheizungen in gut gedämmten Räumen äusserst effizient, während Konvektoren bei kurzzeitigem Heizbedarf ihre Stärken ausspielen. Darüber hinaus spielt der verfügbare Platz eine wesentliche Rolle – während Konvektorheizungen als Standgeräte flexibel einsetzbar sind, lassen sich Infrarotheizungen platzsparend an Wänden oder sogar Decken montieren.

Für Allergiker bietet die Infrarotheizung zweifellos Vorteile durch die minimale Luftzirkulation. Gleichzeitig sorgt das Strahlungsprinzip für ein angenehmes Raumklima ohne Austrocknung der Luft. Andererseits profitieren Sie bei Konvektorheizungen von einer unkomplizierten Bedienung und meist niedrigeren Anschaffungskosten.

Unabhängig von Ihrer Entscheidung empfehle ich, auf hochwertige Geräte mit intelligenten Steuerungsmöglichkeiten zu setzen. Die elektronische Regelung mit Energiesparfunktionen, Fenstererkennung und programmierbaren Heizzeiten reduziert den Stromverbrauch erheblich – ein wichtiger Faktor angesichts steigender Energiekosten.

Letztendlich hängt die optimale Wahl zwischen Konvektor- und Infrarotheizung stark von Ihren persönlichen Bedürfnissen ab. Für schnelle Wärme in selten genutzten Räumen greife ich zur Konvektorheizung, während die Infrarotheizung durch ihr angenehmes Wärmegefühl und die gleichmässige Temperaturverteilung überzeugt. Unbestritten bieten beide Systeme in kleinen Räumen ihre spezifischen Vorzüge – entscheidend ist die richtige Dimensionierung und intelligente Steuerung für maximalen Heizkomfort bei minimalen Betriebskosten.

FAQs

Q1. Welche Elektroheizung eignet sich am besten für kleine Räume? Für kleine Räume sind Infrarotheizungen besonders gut geeignet. Sie können mit nur einem Gerät den gesamten Raum abdecken und erwärmen ihn durch direkte Strahlung schneller als andere Heizungsarten.

Q2. Was sind die Vor- und Nachteile von Konvektorheizungen gegenüber Infrarotheizungen? Konvektorheizungen heizen Räume schnell auf und sind flexibel einsetzbar. Allerdings können sie Staub aufwirbeln und die Luft austrocknen. Infrarotheizungen bieten eine angenehmere Strahlungswärme ohne Luftzirkulation, benötigen aber mehr Wandfläche zur Installation.

Q3. Welches System ist energieeffizienter: Konvektor- oder Infrarotheizung? Infrarotheizungen sind in der Regel energieeffizienter, da sie Objekte und Wände direkt erwärmen, die die Wärme länger speichern. Konvektorheizungen erwärmen primär die Luft, was zu höherem Energieverbrauch führen kann, besonders in schlecht isolierten Räumen.

Q4. Wie unterscheiden sich die Betriebskosten von Konvektor- und Infrarotheizungen? Die Betriebskosten hängen stark von der Raumnutzung und Isolierung ab. Konvektorheizungen können bei kurzzeitigem Gebrauch kostengünstiger sein, während Infrarotheizungen in gut gedämmten Räumen langfristig niedrigere Betriebskosten aufweisen können.

Q5. Welche Heizung ist besser für Allergiker geeignet? Infrarotheizungen sind für Allergiker besser geeignet, da sie keine Luftzirkulation verursachen und somit keine Staubpartikel aufwirbeln. Dies trägt zu einem angenehmeren und gesünderen Raumklima bei, besonders für Menschen mit Atemwegserkrankungen.